Craniosacral Therapie & mehr


Craniosacral Therapie

Die Craniosacral Therapie ist eine prozessbegleitende, ganzheitliche Körpertherapie, die vorhandene Ressourcen des Menschen unterstützt und stärkt, so dass eine Selbstheilung aus dem Innen heraus ermöglicht wird.

Sie ist ein selbständiges Teilgebiet der Osteopathie, die Anfang des 20. Jahrhunderts vom amerikanischen Arzt W. G. Sutherland begründet wurde.

Der Name "Cranio-Sacral" verbindet die anatomischen Strukturen "Cranium" (Schädel) und "Sacrum" (Kreuzbein).

Die Schädelknochen sind untereinander fein beweglich, mit Membranen (Hirnhäute) ausgekleidet und durch den Rückenmarkskanal mit dem Kreuzbein verbunden. In dieser funktionellen Einheit fliesst die Hirnflüssigkeit (Liquor Cerebrospinalis), welche als Stossdämpfer (Schutzfunktion) für das Nervensystem funktioniert.

Die Hirnflüssigkeit hat eine permanente rhythmische Fluktuation, welche an gewissen Körperstellen ertastet werden kann. Sie überträgt sich auf den ganzen Körper und beeinflusst die Gesundheit und das Wohlbefinden des Menschen. Physische oder psychische Ereignisse, Traumata, Unfälle, Krankheiten können das freie Fliessen dieser Rhythmus beeinflussen und Blockaden in verschiedene Körperstrukturen hervorrufen.

Die Erstbehandlung beinhaltet eine ausführliche Anamnese, wobei auch nach "alten, weniger relevante Ereignissen "gefragt wird. Es ist wichtig diese Zusammenhänge aus einer ganzheitlichen Perspektive zu betrachten, wobei die Ursache aus den voneinander abhängigen Systemen (Nervensystem, Blutgefässe, inneren Organen, Knochen, Gelenken, Muskeln, Körperflüssigkeit usw.) zu verstehen ist.

Mittels feiner, gezielter manueller Impulse ertasten wir die Blockaden, Verhärtungen im Gewebe, nehmen Verspannungen wahr und beobachten die Reaktionen beim Atemrhythmus und andere Spannungsänderungen auf Körperebenen. Mit Achtsamkeit und Sorgfalt wird die Befindlichkeit der Behandelten mitberücksichtigt.

Die Behandlungsdauer variiert von 30 Minuten bis 60 Minuten.

Indikationen

  • Kopfschmerzen/Migräne
  • Schlafstörungen
  • Burnout / Physische und psychische Erschöpfung
  • Stressbedingte körperliche Beschwerden
  • Schleudertrauma
  • Wirbelsäule Beschwerden
  • Bandscheibenvorfälle
  • Schädel-Hirn Traumata
  • Chronische Krankheiten

Die Behandlungen können über die Zusatzversicherung abgerechnet werden.

Baby Craniosacral Therapie

Jede Geburt ist eine Herausforderung für die Mutter, das Kind und das Umfeld. Geburten können auch im durchaus positiven Sinne als “Geburtstraumen” bezeichnet werden. Um dieses Ereignis harmonisierend abzuschliessen, ist eine Craniosacral Behandlung zu empfehlen.

In den folgenden Fällen ist eine Craniosacral Therapie sehr zu empfehlen und führt sehr oft zur Verminderung der Symptome.

Das Baby zeigt Auffälligkeiten wie:

  • häufiges Schreien
  • Magenkrämpfe
  • schlechter Wach-/Schlafrhythmus
  • geringer Augenkontakt
  • Kopfasymmetrien, Schiefhals
  • bei unüblichen Schwierigkeiten der Mutter
  • nach schwierigen Geburten

Übrigens ist die Craniosacral Therapie auch eine gute Geburtsvorbereitung.

Die Behandlungen können über die Zusatzversicherung abgerechnet werden.

Elemente der osteopathischen Physiotherapie

Viszeral Therapie

Die Viszerale Osteopathie befasst sich mit der Behandlung der inneren Organe. Die meisten inneren Organe sind von einem bindegewebigen Netz, dem Bauchfell, umhüllt und durch Bindegewebe mit anderen Organen verbunden.

Diese Therapieart versucht, die Bewegungseinschränkung zu beheben oder die fehlende Flexibilität des betroffenen Organs wieder herzustellen. Die Organe werden direkt, sanft und achtsam behandelt. Es wird dabei die Beweglichkeit der Organe, welche Mobilität genannt wird, zueinander und zu dem sie einhüllenden oder stützenden Muskelgewebe und Bindegewebe getastet und gefördert.

Die Organe (Viszera) weisen tastbare Rhythmik auf. Leicht vorstellbar und nachvollziehbar sind die Bewegungen, die durch die Atmung verursacht werden. Durch Tasten (palpieren) der feinen Eigenbewegungen der Organe kann sich ein Bild von der Gesundheit des jeweiligen Organs gemacht werden. Durch eine sanfte Förderung dieser Bewegung können die Vitalität des Organs angeregt und die Selbstheilungskräfte aktiviert werden.

Gestörte Mobilität und Motilität (Rhythmik) der Organe wird manuell korrigiert und so die Funktion der Organe normalisiert. Senkungen von Niere, Uterus und Blase mit den bekannten Folgen wie Inkontinenz, Zyklus- und Menstruationsstörungen sind typische Behandlungsindikationen. Das muskuloskelettale System kann nach einer Behandlung versuchen die Beweglichkeit und Rhythmik der Organe wiederherzustellen.

Bei Problemen in Verdauungstrakt (Darm, Magen, Leber) ist die Viszerale Therapie eine geeignete Massnahme als gute Unterstützung einer medikamentösen Behandlung.

Indikationen:

  • Blähungen
  • Verstopfungen
  • Reflux
  • Narben nach Schwangerschaft
  • Tiefe innerliche Gelenkschmerzen
  • Stressbedingte Magenbeschwerden
  • Angst- und Schlafstörungen
  • Atmungsinsuffizienz

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